Donnerstag, 9. Juli 2009

Typisch Lehrer!

Morgen um 11.30h geht mein Flug.
Typisch, Lehrer sollte man sein.
Klar, wäre man Lehrer, dann hätte man vielleicht die Chance einen Comenius-Kurs zu leiten und Lehrkräfte aus verschiedenen Staaten Europas zu treffen.

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Heuer nehmen Lehrkräfte aus Malta, Spanien, Finnland und Liechtenstein am TEACHER SURVIVAL CAMP teil.
Neugierig geworden, was ein TEACHER SURVIVAL CAMP sein könnte?
HIER finden Sie bereits die Ausschreibung für 2010. Vielleicht sind Sie ja die erste Lehrkraft aus Österreich die an einem TEACHER SURVIVAL CAMP teilnehmen wird.
Da ich nicht weiß, ob ich in Ungarn Zeit für diesen Blog finden werde, besteht die Möglichkeit, dass es bis zum 20.07. ruhig um diesen Blog wird.
Typisch Lehrer, arbeitet im Urlaub :)

Mittwoch, 8. Juli 2009

Sitzenbleiben - Das sagt SPÖ Bildungssprecher Elmar Mayer heute

EM-blog1

Elmar Mayer hat Wort gehalten - seine Antwort ist schon heute online (Bild: http://www.elmar-mayer.at/)

Im Gegensatz zu meiner letzten Anfage hat Elmar Mayer, Bildungssprecher der SPÖ, dieses Mal prompt um 12:21h reagiert:

Sehr geehrter Herr Brändle,

ich teile die Meinung meines Vorgängers Erwin Niederwieser in der Frage über die pädagogische und wirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Sitzenbleibens.

Mit freundlichem Gruß

Elmar Mayer


Vielen Dank. Ob Ihre Ansicht auch im Bildungsministerium Gehör finden wird? Ich hoffe es, doch...

Obwohl Elmar Mayer nicht auf meine Anfrage bzgl. der TALIS Studie geantwortet hat, möchte ich zu seiner Ehrenrettung erwähnen, dass er meines Wissens als einziger Bildungssprecher umgehend eine Presseaussendung lanciert hat. Die heutige schnelle Antwort ist nicht die eines "Austria's Worst Bildungssprecher". Es scheint, dass Ursula Haubner diesen Titel will.

Sitzenbleiben - Was sagt die SPÖ? Was tut die SPÖ?

(SPÖ) Bildungssprecher Erwin Niederwieser bezeichnete das Sitzenbleiben in einer Aussendung als "pädagogisch verstaubt". Das Wiederholen einer Klasse führe bei der Hälfte der Kinder dazu, dass sie nach dem darauf folgenden Unterrichtsjahr mit der Schule überhaupt aufhören. Die SPÖ setzt stattdessen auf eine "viel stärkere Förderung der Kinder". Die Leistungsbeurteilung solle in alternativer - etwa verbaler - Form erfolgen, und in der Oberstufe sollen mit einem modularen Kurssystem inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden. (NEWS 17.08.2008)

Meine Worte! (fast)
Damals sagte sich das noch leicht als SPÖ Bildungssprecher, schließlich konnte man noch BM Lisl Gehrer von der ÖVP für die Misere verantwortlich machen. Seit 11.01.2007 bekleidet Claudia Schmied, SPÖ, dieses Amt. Und jetzt?

Jetzt probiere ich wieder Auskunft vom neuen SPÖ Bildungssprecher Elmar Mayer zu bekommen.

EM-blog1
(Quelle: http://www.elmar-mayer.at/)

Folgende Email habe ich ihm geschickt:

Sehr geehrter Herr Bildungssprecher!

Leider habe ich auf die untenstehende Anfrage (Anm. AWBS) von Ihnen keine Antwort bekommen.
Sollte dies an der Emailadresse elmar.mayer@parlikom.gv.at gelegen haben, werde ich dies natürlich auf meinem Blog veröffentlichen und Ihre Antwort nachreichen.

Ich hätte da jetzt aber eine andere Frage. Es ist Schulschluss, die Zeit des Sitzenbleibens.
Zu diesem Thema habe ich folgende Stellungnahme vom 17.08.2006 gefunden:

"Unterstützung für die AK kommt ..."(Anm. gek.)

Hat das damals vom Bildungssprecher der SPÖ Gesagte auch bei Elmar Mayer Gültigkeit?

Wie bei mir üblich, wird auch dieser Schriftverkehr auf meinem BILDUNGsblog www.arnobraendle.twoday.net veröffentlicht.

Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und warte gespannt auf Ihre Antwort.

Freundliche Grüße

Arno Brändle

Dienstag, 7. Juli 2009

REFORM STATT REFÖRMCHEN – Schule für die Zukunft gestalten!

Elena Es ist Schulschluss und auch manche, die sich sonst wenig um Schule kümmern, haben jetzt Anlass sich mit den Schwachstellen unseres Schulsystems auseinanderzusetzen. Jetzt ist man empfänglich für Argumente, denn gerade jetzt kochen die Emotionen hoch. In ein, maximal zwei Wochen sind alle Vorschläge vergessen, im Sommerloch verschwunden und mit Urlaubssand zugebuddelt. Doch noch ist es nicht so weit. Noch fordern Presse, Interessenvertretungen und einige wenige Parteienvertreter Reformen. Natürlich will, darf und kann ich diese Gelegenheit nicht ungenützt an mir vorbei gehen lassen.

WIEDERHOLEN IST SINNLOS
Zur Illustration des Problems: In einer 6. Klasse eines Vorarlberger Gymnasiums mussten dieses Schuljahr zwei Schülerinnen repetieren. Beide haben in den letztjährigen Nicht-Genügend-Fächern wieder ein Nicht Genügend erreicht, eine noch ein zusätzliches. Der Frust, der durch das Wiederholen ausgelöst wird, ist enorm. Viele scheitern deshalb wieder. In Österreich entstehen Kosten in Höhe von ca. 300 Mio. €., Geld, das ausgegeben wird um Schulfrust zu erzeugen. Dies ist eine Erklärung dafür, dass in Österreich finanzieller Aufwand und messbarer Schulerfolg in schlechtem Verhältnis zueinander stehen.

Leider scheint unter den österreichischen Parteien nur wenig pragmatischer Zugang zu diesem Thema vorhanden zu sein, weshalb ich hier nur die Stellungnahme von Dr. Harald Walser, Bildungssprecher GRÜNE wiedergeben kann. (Dieses Thema wird im Moment auch auf seinem Blog diskutiert)


GANZTAGESSCHULE

Die durch den Wegfall der Wiederholung eingesparten 300 Mio. € müssen für die Errichtung einer Tagesschulstruktur verwendet werden. Ohne Ganztagesschule ist die entsprechende Förderung, welche die Wiederholung ersetzt, nicht möglich. Solange der Staat die Schüler/innen täglich so schnell als möglich aus der Schule wirft, kann eine intelligente Förderung in der Schule nicht stattfinden. Würde man es trotzdem versuchen, käme dies momentan „Dauernachsitzen“ gleich. Lernprobleme sollen zuhause gelöst werden, das ist der im Moment praktizierte Ansatz.. Eltern werden zu Hilfslehrern oder Melkkühen von Nachhilfeanbietern. Die österreichische Schule wurde kaputtgespart und ist als Ort des Lernens nur noch bedingt tauglich. Vielmehr ist sie zur Aufgabenverteilungs- und Prüfungsinstitution verkommen. Lernen braucht Zeit. Diese Zeit muss den Schülerinnen und Schülern in der Schule zur Verfügung gestellt werden. Die Ganztagesschule führt auch dazu, dass Schüler/innen nach Schulschluss unbeschwert ihre Freizeit, idealerweise zusammen mit ihrer Familie, genießen können. Haus- und Lernaufgaben wurden bereits in der Schule erledigt. Lernen ist mehr als schulisches Lernen. Die Freizeit soll von schulischen Belastungen befreit wieder mehr Freiräume für informelles Lernen bieten.

MODULARE STOFFVERTEILUNG

Ein modulares System ist für alle Stufen denkbar. Es ist an der Zeit, dass wir aufhören uns selbst zu belügen. Nur weil etwas im verpflichtenden Teil des Lehrplanes steht, wird es nicht automatisch gekonnt. Trauriger Beweis dafür ist, dass jede(r) 10. österreichische Schüler/in ein(e) Risikoschüler/in ist . Es wäre durchaus sinnvoll, für diese Schüler/innen ein entsprechendes Programm zusammenzustellen. Ebenso sollen (hoch)begabte Schüler/innen auf ihr Kosten kommen. Menschen sollen die gleichen Rechte haben, in ihren Lernvoraussetzungen sind sie aber höchst unterschiedlich. Einseitige Begabungen können besser gefördert, an einzelnen Schwächen kann besser gearbeitet werden, ohne dabei die gesamte Schulkarriere zu blockieren. Eine moderne Schule berücksichtigt, dass Menschen unterschiedlich sind.

AUFHEBUNG DER JAHRGANGSKLASSEN


Ein modulares System hebt das Prinzip der Jahrgangsklasse auf. Das ist gut so, denn es entspricht nicht der Realität, dass sich Kinder dem Kalender folgend im Gleichschritt entwickeln. Diese Unterschiede zeichnen sich oft schon sehr früh ab. Die Einschulung eines Kindes soll dann erfolgen, wenn es dem Entwicklungsstand des Kindes entspricht. Ob das bereits mit 4 oder erst mit 7 oder 8 Jahren ist, ist völlig unerheblich. Auf das einzelne Kind kommt es an.
Die Jahrgangsklasse ist bereits heute eine Mogelpackung. Durch Vorschulkinder und Repetenten ist es bereits heute so, dass sich oft 3 Jahrgänge in einer Klasse treffen. Was durch Leistungsdefizite verursacht werden darf, sollte auch durch besonders gute Leistungen möglich sein. Modular aufgebaute Kurssystem an den Schulen werden die Jahrgangsklassen dort hin befördern, wo sie eigentlich hin gehören, ins Schulmuseum.

GEMEINSAME SCHULE BIS ENDE 8. SCHULJAHR


Die vorher beschriebenen Reformen führen automatisch zur gemeinsamen Schule. Ich bin es schon müde immer wieder argumentieren zu müssen, denn eigentlich ist die gemeinsame Schule nur die logische Folge der modularen Stoffverteilung und des Aufhebens der Jahrgangsklassen.

Und zum Schluss: SCHULNOTEN SIND DOOF

Ziffernnoten sind Quatsch. Es ist nicht flegelhaft dies so zu behaupten, denn eigentlich wurde dies schon vor langer Zeit bewiesen. Für weitere Informationen, aber auch zur Unterhaltung empfehle ich meinen Blogeintrag „Schulnoten sind doof“.

Montag, 6. Juli 2009

Reise nach Jerusalem - welcher Gott gewinnt?

Ritter-Jerusalem Die Urlaubszeit ist da. Ohne Zweifel, Reisen bildet. Etliche Reisen (bspw. hier) haben mich zu der Person gemacht die ich im Moment bin. In den letzten drei Jahren verbrachte ich einmal im Frühjahr und zweimal im Sommer jeweils ca. eineinhalb Wochen in Jerusalem, der geteilten Stadt mit der geviertelten Altstadt. Erstes Ziel meines Besuchs war immer die International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, wo ich Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrer/innen besuchte. Yad Vashem, dieses Mahnmal, dieser Schrei der Opfer des Holocausts von Künstlern auf dem Berg der Erinnerung errichtet, kann nicht an einem Tag und auch nicht in einer Woche erlebt werden. Die Idee, sich praktisch ausschließlich den Opfern zuzuwenden und die Täter in der Versenkung der Geschichte verrotten zu lassen, war mir neu und faszinierte mich sogleich. Einzelne Geschichten der Opfer gingen mir ans Herz. Gegen Berge von toten, ausgemergelten Körpern kann, nein, muss man sich wohl verschließen. Doch die Geschichte der kleinen Hannah findet ihren Weg direkt ins Herz. Zuhause war es einfach, den Nazis, besonders den kleinwüchsigen, großen Nazis, wie Hitler und Goebbels die Schuld für die Verbrechen zu geben. Doch wenn man die Geschichten der Opfer einzeln betrachtet, dann hat keines von ihnen Hitler oder Goebbels jemals getroffen. Es waren immer ganz normale Menschen, die etwas taten oder, was oft noch schlimmer war, nichts taten. Yad Vashem ist der Bewahrer des Andenkens der Opfer und jener Gerechten unter den Nationen, die selbstlos Juden geholfen haben. Es eignet sich überhaupt nicht als Pilgerstätte für Neonazis. Anders sieht es da mit vielen Gedenkstätten in Europa aus. Hier wird den Tätern oft in bester Absicht großzügig Ausstellungsaum gewährt, um von ihren, für die einen abscheulichen, für die anderen aber heldenhaften Taten zu künden. Diese Konzepte gehören überdacht. Vorkommnisse wie dieses Jahr in Auschwitz oder Ebensee wären bei einem konsequent opferorientierten Ausstellungskonzept weniger wahrscheinlich.
Jerusalem bietet aber noch viele andere Bildungsmöglichkeiten. Man sitzt förmlich im Auge des Orkans der aktuellen Weltgeschichte. Jerusalem, die Stadt, die für drei Weltreligionen heilig ist, um die seit Jahrtausenden gekämpft wird, offenbart sich als Ort in dem Menschen wohnen, einkaufen, lachen, trauern, beten oder einfach nur leben.
Die Altstadt hat wirklich so viele Gesichter wie Viertel. Geprägt wird das Bild aber von den Religionen. Das jüdische Viertel wird von der Klagemauer dominiert, über der der Felsendom bzw. die al-Aqsa Moschee thront. Vor der Mauer beten gläubige und strenggläubige Juden, den Körper wiegend, bis sie in Trance fallen. Darüber tun es ihnen die Moslems mit den ihnen eigenen Gebetsformen gleich. Für mich, der ich im in Christenhand befindlichen Abendland aufgewachsen bin, muten diese Ausdrucksformen von bedingungsloser und unkritischer Frömmigkeit fremd an. Wenn man aber durch den Basar der christlichen Eitelkeit wandelt, der seine Geschäfte auf der Via Dolorosa eröffnet hat, um christliche Souvenirs aus aller Welt, hauptsächlich aber aus China, feil zu bieten, könnte man eigentlich schon gewarnt sein, vor dem, was einem in der Grabeskirche Jesu Christi erwartet. Viele heilige Stätten habe ich auf meinen Reisen schon besucht. Unvergesslich bleibt die Ruhe im Goldenen Tempel der Sikhs in Amritsar. Es scheint mir fast als ob jeder andere als heilig verehrte Ort, eigentlich fast jeder andere Ort auf der Welt, über mehr positive Energie und Ausstrahlung verfügt, als The Holy Church Of Sepulcher, die Grabeskirche. Die Leiter, die seit Jahrzehnten in der Fassade ihr Schicksal fristet, wurde für mich zum Sinnbild (un)christlicher Streitsucht. Die 17 Kojen im Inneren der Kirche unterstreichen diesen Eindruck.
Ich habe schon viele fromme Menschen aus den verschiedensten Religionen getroffen. Allen war gemein, dass sie sich für Friede und Gerechtigkeit einsetzten. Ich respektiere solche Gläubige, ganz egal zu wem sie beten. Wenn man aber sieht, dass sich auf 1,6 Quadratkilometer mannigfach heiliger Stadt tausende gläubige Moslems, Juden und Christen, im Glauben ihrem Gott besonders nahe zu sein, drängen und dabei nicht einmal imstande sind, mit den eigene Religionsbrüdern friedlich zu verkehren, dann erlischt der Glaube, dass jemals Frieden auf Erden einkehren könnte Jedenfalls solange es Religionen gibt, scheint universeller Friede unvorstellbar. Nicht einmal Geld gibt zu so vielen Konflikten Anlass wie die Religionen. Wäre ich nicht schon Atheist gewesen, in der Altstadt von Jerusalem wäre ich es nach einem Nachmittag geworden.

Falls Sie sich über dieses unpassend faschistisch anmutende Kreuz am Beginn meines Eintrags gewundert haben, dann klicken Sie bitte hier. Vielleicht geht es Ihnen dann wie mir nach meinen Besuchen in Jersusalem und es wundert Sie nichts mehr.

Sonntag, 5. Juli 2009

Was haben Adolf Hitler, Ernst Bloch, Albert Einstein und ich gemeinsam?

km Die Frage ist einfach zu beantworten. Adolf Hitler, Ernst Bloch, Albert Einstein und ich waren oder sind bekennende Karl May Fans. Seine Werke, oft posthum noch zusätzlich mit etwas nationalsozialistischer Politur aufgemöbelt, strotzen förmlich vor politischen Unkorrektheiten. Vor Karl May wurde und wird gewarnt. Dagegen kann man objektiver Weise nichts sagen. In seinen Werken findet sich ein unsägliches Maß an Antisemitismus, Rassismus, Chauvinismus und Religionsintoleranz, dass das Lesen derselben, wären diese Werke während oder gar nach der nationalsozialistischen Zeit entstanden, wohl schon fast den Tatbestand der Widerbetätigung erfüllen würde. Ich erspare mir den Schmerz, für all diese Attribute noch Beispiele zitieren zu müssen. Es würde mir die Schamesröte ins Gesicht treiben, denn ich muss bekennen, seit meiner Kindheit bin ich in der Fantasiewelt Karl May gefangen. Begonnen hat alles damit, dass mir mein Großvater, der übrigens stolz darauf war, gar alle Bände der Gesamtausgabe gelesen zu haben, Jagdszenen aus den Orientgeschichten vorgelesen hat. Er starb als ich sieben Jahre alt war und die Momente, die ich mit ihm und Karl May zusammen verbringen konnte, sind meine lebhaftesten Erinnerungen an ihn. Wenn ich in Karl May Geschichten versank, war ich wieder mit meinem Großvater zusammen. Ich las Bücher und Comics, lauschte Hörspielen, sah die Filme in den Siebzigern im Kino und im Fernsehen. Keine Übertragung aus Bad Segeberg ließ ich aus. Nie verlor ich meine Freude am Werk Karl Mays ganz, und in den letzten zehn Jahren flammte diese alte Liebe wieder neu auf. Kaum ein Hörspiel oder –buch, das ich nicht mein eigen nenne und vor zwei Jahren schleppte ich meine Familie zu Karl May Festspielen. Mit dem Karl May Virus wurde ich als Kind infiziert und es gibt kein Gegenmittel. Alles Wissen um die Verwerflichkeit vieler Botschaften in seinem Werk können mich davon abhalten, dass ich mir demnächst „Das Buschgespenst“ anhören werde.
Die Geschichten Karl Mays hatten großen Einfluss auf mich. 22jährig unternahm ich meine erste „Orientreise“. Im Zug reiste ich von Feldkirch nach Istanbul, um von dort aus zu Euphrat und Tigris zu gelangen. Ich kam nur bis Izmir, wo ich länger blieb und allerlei Abenteuer als „Commission-Man“ im Bazar erlebte. Jahre später erst gelang es mir den Euphrat zu überqueren, als ich zusammen mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau mit einem selbstumgebauten Kastenwagen unterwegs nach Indien war. Als wir in Pakistan von Quetta über Loralai nach Dera Ghazi Kahn fuhren, fühlte ich mich als Teil eines Romans des deutschen Reiseschriftstellers, der eigenartigerweise erst schrieb und erst viel später reiste.
Was passiert mit einem Menschen, der von Kindesbeinen an bis zu seinen besten Jahren den Schilderungen Mays ausgesetzt war? Wie wird seine Persönlichkeit geprägt? Mit Hitler und Goebbels scheint man auf Anhieb zwei Beispiele gefunden zu haben, die beweisen, dass die Botschaft Karl Mays auf fruchtbaren Boden fallen und grausige Blüten treiben kann. Der Zusammenhang zwischen May und Hitler ist nicht konstruiert. May war des Diktators Lieblingsautor. Karl Mays Witwe, Klara, war NSDAP Mitglied und schrieb von ihren Reisen für die Dresdner Zeitung „Freiheitskampf“ unter dem Titel "Unter dem Hakenkreuz um die Welt". Sie sah in der Beschreibung Old Shatterhands den Prototypen eines Ariers.
Old Shatterhand ist aber mehr als nur ein übermächtiger, deutscher Recke. Er ist ein christlicher Humanist, ein Altruist und wäre er nicht die Hauptfigur in des Führers Lieblingslektüre, würden die Rechten ihn wohl als Gutmenschen sehen. Er setzt sein Leben für die gerechte Sache aufs Spiel und obwohl Karl Mays Werk übersät ist mit rassischen und nationalistischen Stereotypen wird er nicht müde, der Menschen gleichwertige Zugehörigkeit zu Gottes Kinderschar zu betonen.
Die Helden Mays haben mich gelehrt, an mich selbst zu glauben und für Gerechtigkeit einzustehen, auch wenn ich mich dabei in schwierige Situationen manövriere. Mut und Selbstbewusstsein waren die Folge. Nationalist wurde ich nie (außer vielleicht, wenn es darum ging mich als Österreicher von den Angehörigen unseres nördlichen Nachbarstaates abzugrenzen - jetzt fällt mir ein, dass ich an anderer Stelle irgendwann noch eine Jugendsünde zu beichten habe). Von Antisemitismus keine Spur. Ich bin Yad Vashem tief verbunden und habe Teile der letzten drei Sommer in Jerusalem verbracht, um meine Fähigkeiten im Bereich der Shoah-Erziehung weiter zu verbessern. Auch bin ich ein Giaur, ein Ungläubiger der am stärksten ausgeprägten Art, ein Atheist. Ich bin auch überzeugt davon, dass ich mich nicht zu Carpio, Winnetou oder sogar Halef Omar gesellen werde, die sich durch Mays Feder zum Christentum haben bekehren lassen. Die Lektüre der Bücher Mays hat mir das 19. Jahrhundert näher gebracht. Der Mann, der so erfolgreich wie kein anderer damals für die deutschen Massen schrieb, muss den vorherrschenden Geist dieser Zeit verstanden haben und sein erfolgreiches Werk spiegelt ihn wieder. In seinen Werken, egal wo die Handlung spielt, wird das Deutsche Reich Bismarcks erfahrbar.
Verblendet vom Rassenwahn haben Hitler und seine Spießgesellen May nicht verstanden und nur Augen für die übermächtigen deutschen Helden und deren schon ins Übernatürliche gehenden Eigenschaften gehabt. Doch ich bin überzeigt davon, dass Old Shatterhand seine tapferen Gefährten aus aller Welt ins 3. Reich beordert hätte um gegen die Naziherrschaft anzutreten, KZs zu befreien um schlussendlich den Tyrannen mit einer schallenden Ohrfeige zu stürzen.
Bei May spalten sich die Geister, doch eines steht fest: Seine Bücher beflügelten die Fantasie von vielen Generationen. Wie sehr May bewegt und sogar eine einzelne Person zu spalten vermag, lässt sich auch in diesem 12minütigen Interview mit Arno Schmidt erkennen. Mays Werk bietet vielfältige Möglichkeiten sich mit Werten auseinanderzusetzen und bietet schier zahllose Lerngelegenheiten. Es kommt nicht von ungefähr, dass bei Karl Mays letztem Vortrag Bertha von Suttner in der ersten Reihe saß.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Polly Adlers Bruchlandung etwas abgefedert - Dr. Fischer präzisiert

profil-erziehung Da es mir als beinahe ausgeschlossen erschien, dass Frau Univ. Prof. Dr. Gabriele Fischer von der Universitätsklinik für Psychiatrie in Wien "World of Warcraft" als Computerspiel für Kinder empfehlen wollte, habe ich bei ihr nachgefragt und habe ein klares "Nein" als Antwort erhalten. Sie vertritt die Ansicht, dass das Gefahrenpotential isoliert im Zimmer alleine diese Spiele zu spielen extrem hoch und gefährlich ist. Ist der Computer im "Familienmittelpunk" ergibt sich Kommunikation und dies gebietet Einhalt dem Versinken in eine magische Welt... Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Der "Kinder- und Jugendlichencomputer" gehört in den allgemeinen, belebten Teil des Wohnraumes einer Familie. Dies wirkt präventiv, was die Auswahl der Internetinhalte und Spiele betrifft, und kontrollierend, was die Dauer betrifft. Außerdem können Eltern bei dieser Gelegenheit auch beweisen, dass sie das Privatleben ihres Nachwuchses respektieren und nicht bei jeder geöffneten Email versuchen, dem Nachwuchs über die Schulter zu kiebitzen. Wenn dieser notwendige Respekt aufgebracht wird, dann kann auch über den restlichen Umgang mit dem Computer kommuniziert werden. Das vielleicht Schlimmste, was mit einem Kind oder Jugendlichen passieren kann, ist, wenn es beinahe vollständig in den virtuellen Raum gesogen wird.

Heute leben wir in zwei Parallelwelten, die reale Welt und die virtuelle Welt. In den letzten Jahren habe ich mehrfach erlebt, wie Jugendliche nicht oder kaum mehr imstande waren, die Suppe, die sie in der virtuellen Welt eingebrockt hatten, in der realen Welt wieder auszulöffeln.

Der Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln wird uns noch stark beschäftigen. Wir stehen erst am Anfang. Werder übertrieben Ängste noch fahrlässige Verharmlosungen werden uns weiter bringen.

"Austria's Worst Bildungssprecher - Rosenkranz antwortet, Mayer und Haubner immer noch säumig

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Gestern, am 01.07. um 16.58h erhielt ich eine Email aus dem Büro von Walter Rosenkranz, die ich natürlich auch gerne veröffentliche:

Sehr geehrter Herr Brändle!

Vielen Dank für Ihr Interesse an den bildungspolitischen Positionen der FPÖ. Bitte haben auch Sie Verständnis dafür, dass unseres Ermessens eine seriöse Bildungspolitik nicht daran messbar ist, wer sich am schnellsten "die Punkte holt" oder den Punkterichter durch In-Aussicht-Stellen eines alkoholischen Getränks für sich zu vereinnahmen sucht.

Mit Ihrer Kritik an der TALIS-Studie haben Sie freilich nicht unrecht: wenn man sich mit derartigen internationalen Bildungsstudien beschäftigt, wird man bald darauf aufmerksam, dass es ebenso viele Befürworter wie Kritiker gibt. So sollten auch nach unserer Auffassung etwa den internationalen PISA-Ergebnissen auch die internationalen Daten in punkto Schulabbrecherraten, Jugendarbeitslosigkeit u.ä. gegenüber gestellt werden.

Ebenso lassen die Ergebnisse der TALIS-Studie - was in der qualitativen Forschung generell ein Problem darstellt - Interpretationen in diese oder jene Richtung zu. Sie werten die Ergebnisse als Element der Selbstmotivation der befragten Lehrer, eine andere Möglichkeit wäre etwa, dass österreichische Lehrer genügsamer sind, als ihre Kollegen in anderen Ländern. Aus Gesprächen mit vielen engagierten Lehrern ist mir die hohe Motivation der Lehrerschaft auch persönlich bekannt. Als Obmann des parlamentarischen Unterrichtsausschusses und des Unterausschusses des Unterrichtsausschusses werde ich mich mit der FPÖ jedenfalls auch weiterhin dafür stark machen, dass der Lehrerberuf wieder attraktivert, und sein Ansehen in der Bevölkerung gefördert wird.

Den ebenfalls noch säumigen Kollegen steht es frei, die Punkte 2 a) bis e) aus Ihrem Fragenkatalog bei Herrn Amon per "Kopieren&Einfügen" zu beantworten. Abgesehen von den bereits beantworteten TALIS-Fragen in Ihrem Blog stehe ich für darüber
hinausgehende Fragen oder auch zu anderen bildungspolitischen Themen gerne zu Ihrer Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Walter Rosenkranz
FPÖ-Bildungssprecher


iV Mag. Christian Schmied
Parlamentarischer Mitarbeiter


Keine Frage, es bleiben nur noch Elmar Mayer und Ursula Haubner, die um den Titel "Austria's Worst Bildungssprecher" rittern.

Von Elmar Mayer gibt es immerhin eine Presseaussendung zur TALIS Studie. Von Ursula Haubner konnte ich noch gar nichts zum Thema lesen. Ganz im Vertrauen, im Moment ist sie eine ganz heisse Favoritin für "Austria's Worst Bildungssprecher".

Mittwoch, 1. Juli 2009

Polly Adlers Bruchlandung in Erziehungsfragen - profil rät Mist!

profil-erziehungDie 10 größten Erziehungs-Irrtümer:
Zwischen Disziplin und Laisser-faire
Minenfeld Pädagogik: Was brauchen Kinder?
profil analysiert die zehn größten Erziehungsirrtümer...und kommt zu haltlosen Schlüssen.

Rechtzeitig zum Schulschluss bringt der profil wieder einmal eine Erziehungstitelstory. Ausgerechnet der Gesellschaftsredaktion wurde diese Aufgabe übergeben. Angelika Hager und Sebastian Hofer schreiben munter über die von ihnen selbst postulierten 10 Erziehungsirrtümer. Einige Aussagen sind durchaus zutreffend. Andere aber muss man als fahrlässig bis gefährlich einstufen. Unhaltbare Aussagen anonymer Fachleute werden mit aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen bekannter Fachleute wie Prof. DDR. Manfred Spitzer gemischt und erwecken den Anschein der Wahrheit letzter Schluss zu sein. Doch in dem Artikel finden sich eindeutig falsche Fakten („Physiologisch unterscheidet sich das männliche nicht vom weiblichen Gehirn.“), irreführende Titel wie die Erziehungslügen „7) Lob motiviert“, „9) Kinder müssen so früh wie möglich gefördert werden“ und „10) Trennungskinder haben die schlechteren Karten“ bis hin zu schon als gefährlich zu bezeichnenden Tipps.

Beispiel 1:
„Erziehungslüge“ Nr. 6: Computerspiele machen Kinder aggressiv und autistisch

Wer es sich einfach machen will, gibt die Schuld an steigender Jugendgewalt Computerspielen. Wer steigende Jugendgewalt tatsächlich erklären will, sollte noch einmal hinschauen. Und wird schnell erkennen, dass „Killerspiele“ keineswegs die Ursache, ja nicht einmal den Auslöser für steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen darstellen. Computerspiele sind in dieser Hinsicht, das haben zahlreiche Studien festgestellt, neutral: Wenn ein Problem auftritt, stammt es vom Spieler, nicht vom Spiel.

Komisch, die Redaktion von „Psychologie Heute“ sieht dies ganz anders als die Gesellschaftsredaktion des profil. Im März dieses Jahres erschien der Bericht „School Shooter: Mediengewalt ist ein wichtiger Faktor“

Auch die gern zitierte These von der Vereinsamung des Computernerds hat sich als fehlerhaft erwiesen. Das Wiener Institut für Jugendkultur kam nach einer Untersuchung im Vorjahr zu der Einsicht, dass selbst fanatische Spieler über völlig normale Sozialkontakte verfügen: „Das gängige Klischee von sozial vereinsamten Computer-Kids findet in der empirischen Realität keine Entsprechung.“

Hm, für wen wurde wohl letztes Jahr die Ambulanz für Computerspiel- und Internetsucht an der Johannes-Gutenberg-Universität eröffnet?

Computerspiele können sogar den Schulalltag auf produktive Weise angenehmer machen: Ein von der Donau-Uni Krems im Schuljahr 2007/2008 durchgeführter Pilotversuch ergab, dass handelsübliche Computerspiele (also keine Lernsoftware) auch in der Schule gewinnbringend eingesetzt werden können – und zudem die soziale Kommunikation verstärken.

Das halte ich durchaus für möglich, aber ich bezweifle doch stark, dass es sich bei diesen handelsüblichen Spielen um Ego Shooter Games handelt.

Dass es aus pädagogischer Sicht nicht sonderlich zielführend ist, Kleinkinder ausschließlich per Spielkonsole ruhigzustellen, versteht sich aber auch von selbst.

Das erweckt den Eindruck, dass neben der Spielkonsole auch noch ein Fernsehgerät zum Einsatz kommen sollte. Überhaupt stellt sich die Frage wozu Kleinkinder ruhiggestellt werden sollen.

Als verträglichen Mittelwert empfehlen Psychologen einen täglichen Gaming-Konsum von eineinhalb Stunden – und die Einbindung des spielenden Kinds in die Restfamilie.

Wer sind eigentlich diese Psychologen, die eine solche Empfehlung abgeben? Der später im Artikel zitierte Prof. DDr. Manfred Spitzer ist es wohl eher nicht, oder ich habe sein Buch „Vorsicht Bildschirm“ völlig falsch verstanden.

Die Psychiaterin Gabriele Fischer schlägt vor, den Computer „zentral im Wohnbereich aufzustellen und das Kind eben dort ‚World of Warcraft‘ spielen zu lassen“.

Eine Psychiaterin empfiehlt, dass Kinder „World of Warcraft“ spielen?

Dies war eine der 10 Erziehungslügen. Ich hätte noch mehr zu sagen und werde dies vielleicht auch tun. Der größte Irrtum dürfte sein, den profil Artikel als hilfreich zu bezeichnen.

Jetzt würde mich aber interessieren, ob Prof. Spitzer einverstanden ist, wenn sein Name im Zusammenhang mit einem solchen Artikel genannt wird. Eine Email zu ihm ist unterwegs.

Ich kann auch kaum glauben, dass Dr. Fischer die Empfehlung abgibt, dass Kinder „World of Warcraft“ spielen. Diese Aussage muss aus dem Zusammenhang gerissen sein.

Montag, 29. Juni 2009

"Austria's Worst Bildungssprecher" oder "Austria's BEST Bildungssprecher"?

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Leider fehlt von Elmar Mayer, Walter Rosenkranz und Ursula Haubner noch jede Spur.
Ich hätte irgendwo noch Verständnis dafür, wenn ich die Nachricht bekommen hätte, dass sie bei einer solchen mit einem Schuss Humor versehenen Aktion nicht mitmachen wollten. Wer aber gar keine Antwort gibt, hat wohl den Titel "Austria's Worst Bildungssprecher" verdient. Doch noch ist nicht aller Tage Abend und ich werde warten bis eine ganze Woche verstrichen ist. Ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Aus dem Büro des ÖAAB ist aber heute Mittag noch einmal Post eingetroffen:

Sehr geehrter Herr Brändle,

im Namen von ÖVP-Bildungssprecher KO-Stv. Werner Amon MBA darf ich Ihnen sehr herzlich für Ihr Mail vom 25. Juni 2009 danken.

Vielleicht können sie ja das nächste Mal einen anderen Award vergeben, der „positiv“ formuliert ist, nämlich zB den „Austrias best Bildungssprecher“ :).

Jedenfalls freuen wir uns – nachdem wir ihren Blog besucht haben – dass wir in „Führung“ liegen.

Mit herzlichen Grüßen

Markus Klinser


___________________________
Markus Klinser
Stv. Büroleiter
PR & Kommunikation

ÖAAB-Bundesleitung
Lichtenfelsgasse 7, A-1010 Wien


Natürlich habe ich prompt geantwortet:

Sehr geehrter Herr Klinser!
Danke für Ihre Anregung. Als die TALIS Studie erschien, wollte ich meinen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit bieten, neben meiner Einschätzung, auch die der Bildungssprecher zum Vergleich zugänglich zu machen. Leider konnte ich fast nichts in der Presse oder im Internet finden. So wurde meine Idee geboren. Wie angekündigt werde ich keine Wertung, nicht einmal einen Kommentar, bezüglich des Inhaltes der Rückmeldungen abgeben. Für mich sind diejenigen Bildungssprecher, leider muss ich hier noch in der Mehrzahl sprechen, die schlechtesten, welche überhaupt nicht auf eine, trotz der humoristischen Note ernst gemeinte Anfrage reagieren.
Dass Werner Amon schnell und sachlich reagiert hat, zeichnet ihn tatsächlich als guten, weil bürgernahen Bildungssprecher aus. Sollte ich dies noch ungenügend zum Ausdruck gebracht haben, hoffe ich, dass das jetzt geschehen ist.
Ich danke für Ihr Interesse und hoffe, dass ich auch in Zukunft wieder einmal eine Anfrage an Sie oder Herrn Amon richten darf.
Freundliche Grüße
Arno Brändle


Ich denke, dass in Bildungsfragen Parteigrenzen aufgehoben werden müssen und ein möglichst breiter Dialog, auch wenn es sich eine kontroverse Diskussion handelt, Platz haben muss. Bildung, speziell die Bildung der Jugend, ist so wichtig, dass jeder und jede in diesen Meinungsbildungsprozess eingebunden werden soll. Natürlich sind die Positionen verschieden, doch ein sachliches Gespräch kann helfen, sich anzunähern und die Sache weiter zu bringen.

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